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22.04.2015:
Schon jetzt mehr Anmeldungen zum diesjährigen Stadtradeln im Mai als in allen Jahren davor. So stand es vor ein paar Tagen in der WAZ.
Radfahren ist "in" und es gibt gute Gründe für dieses Verkehrsmittel. Zugegeben - es kostet Überwindung, frühmorgens sein Fahrradschloss aufzusperren und sich auf den am besten noch völlig durchweichten Sattel zu schwingen. Vor allem, wenn die wohlige Wärme des Autos lockt oder unser lethargisches Ich doch lieber den Bus zur Arbeit nehmen würde. Dabei wissen wir eigentlich alle: Trotz all dem macht Radfahren viel mehr Spaß als mit 300 schlecht gelaunten Autofahrern im Stau zu stehen oder sich in der Straßenbahn anhusten zu lassen.
Aber das ist nur ein Grund, warum wir öfter mal unseren inneren Schweinehund besiegen und unser Fahrrad aus dem Keller holen sollten. Hier sind sieben weitere:
1. Radeln hält fit
Fahrradfahren ist ein Ausdauersport. Diese Sportarten fordern und stärken gleichzeitig das Herz-Kreislaufsystem, kräftigen die Muskeln und straffen den Körper. Wer regelmäßig Fahrrad fährt, hält sich also rundum fit. Dänische Mediziner haben in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass Menschen, die drei Stunden pro Woche mit dem Fahrrad fahren, eine um 40 Prozent niedrigere Sterberate haben als diejenigen, die sich nicht oder nur in ihrer Freizeit aktiv bewegen.
2. Radfahren macht schlau
In der Vergangenheit haben mehrere Studien gezeigt, dass Sport eine positive Wirkung auf die Gehirnaktivität hat. Unter anderem wurde dabei ein Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung (insbesondere in Form von Ausdauersport) und besserer Sauerstoffversorgung des Gehirns festgestellt. Das sorgt dafür, dass das Gehirn - vereinfacht ausgedrückt - besser arbeiten kann.
3. Radfahren ist gut für Umwelt und Geldbeutel
Wer mit dem Rad fährt, tut der Umwelt einen Gefallen und poliert die eigene Umweltbilanz ordentlich auf. Außerdem spart der Radler bares Geld, das er sonst für Benzin oder Fahrkarten ausgeben müsste. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts sparen Radfahrer auch eine ganze Menge Gesundheitskosten. Demnach vermeiden Berufspendler, die ihr Auto stehen lassen und stattdessen auf das Fahrrad umsteigen, statistisch gesehen rund 2000 Euro jährlich an Kosten für Behandlungen im Krankheitsfall.
4. Radfahren ist sicherer denn je
Immer weniger Radfahrer haben Unfälle im Straßenverkehr. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer auf den tiefsten Stand seit mehr als 30 Jahren gesunken ist. Insgesamt kamen 995 Motorrad-, Mofa-, Kleinkraftrad- und Radfahrer 2013 bei Unfällen auf deutschen Straßen ums Leben. Das waren 8,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor und so wenig wie nie seit Beginn genauer Zählungen 1979. Die Zahl der Verletzten ging im Jahresvergleich um 5,1 Prozent auf 112.967 zurück. Als Grund für den Rückgang sehen die Statistiker vor allem das milder werdende Wetter an.
5. Radfahren schont die Gelenke und den Rücken
Wer mit dem Fahrrad fährt, betätigt sich sportlich ohne dabei seinen Bewegungsapparat, insbesondere seine Kniegelenke, zu belasten. Da das Körpergewicht von Sattel und Lenker aufgefangen wird, sind die Knie und der Rücken fast völlig entlastet. Das ist vor allem bei übergewichtigen Menschen wichtig. Fahrradfahren gehört zu den Sportarten, die besonders rückenschonend sind. Es kräftigt Muskulatur sowie Bandscheibe und stabilisiert die Wirbelsäule durch Stärkung der kleinen Stützmuskeln um die einzelnen Wirbelkörper herum. Durch die Tretbewegung tut der Radfahrer seinen Gelenken sogar noch etwas Gutes, denn dadurch entsteht Gelenkschmiere. Außerdem stärkt das Radfahren die Muskelgruppen rund um das Knie. Dadurch haben Menschen, die regelmäßig Fahrrad fahren, einen sichereren Stand und Schutz für die Kniegelenke. Sollten Ihnen beim Radfahren dennoch die Knie schmerzen oder die Finger oder Füße taub werden, sollten Sie kontrollieren, ob Ihr Fahrrad eventuell nicht richtig eingestellt ist.
6. Radfahren ist ein Antidepressivum
Regelmäßig Sport zu treiben, ist ein hilfreiches Mittel gegen Depressionen. Denn Sport erhöht die Ausschüttung von Serotonin und Endorphin im Gehirn. Beide Hormone heben die Stimmung. Sie gehören zu den sogenannten Glückshormonen. Außerdem sorgt die “gleichmäßige, zyklische Bewegung” beim Radfahren für Entspannung, schreibt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) auf seiner Homepage.
7. Und last but not least: Fahrradfahren ist "in"
Noch nie waren Fahrräder so hip wie jetzt. Es gibt mittlerweile Blogs, die sich ausschließlich mit dem Phänomen cooler Städter mit lässigem Untersatz beschäftigen. Räder sind schon längst nicht mehr nur Gebrauchsgegenstand, sondern eben auch modisches Accessoire. Es gibt sie inzwischen in den verschiedensten Farben, ausgefallendsten Designs und witzigsten Formen.
Falls Sie jetzt Lust bekommen haben, beim Stadtradeln im Ruhrgebiet mitzumachen - es ist ganz einfach:
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