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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute habe ich im wesentlichen Informationen für Sie, die die Umsetzungen und Wirkungen des Programms betreffen, sowie ein Fortbildungshinweis vom Zentralrat der Muslime in Düsseldorf.
Auf Basis Ihrer Sachberichte habe ich einen Gesamtbericht erstellt. Einige Ergebnisse sind auch für Sie interessant zu wissen:
1-10 Patenschaften: 14 Standorte
11-40 Patenschaften: 21 Standorte
41-70 Patenschaften: 8 Standorte
71-100 Patenschaften: 3 Standorte
101-150 Patenschaften: 2 Standorte
151- 200 Patenschaften: 2 Standorte
201 – 250 Patenschaften: 2 Standorte
Stunden pro Woche insgesamt 701,75h
davon aus MsM refinanziert insgesamt 316,5h
Weiter haben die Standorte in ihren Sachberichten angegeben, ob die Begleitung nur ehrenamtlich, nur hauptamtlich oder gemischt umgesetzt wurde. Dies wurde wie folgt beantwortet:
nur ehrenamtlich: 4 Standorte mit 113 Patenschaften
nur hauptamtlich: 26 Standorte mit 764 Patenschaften
ehren- und hauptamtlich: 22 Standorte mit 1507 Patenschaften
D.h. der größte Teil der für Begleitung und Koordination verwendeten Zeit wurde nicht aus dem Patenschaftsprogramm refinanziert, sondern erfolgte ehrenamtlich oder durch Eigen-/Drittmittel. Dies schmälert nicht die Bedeutung des Programms, sondern unterstreicht viel mehr die Wichtigkeit und auch die Unterfinanzierung des Programms.
Der Sachbericht an das BMFSFJ enthält weiter noch Aufzählungen über die Aktivitäten, Kooperationen, Einschätzungen zur Wirkungen und weitere Aussagen auf Basis der einzelnen Sachberichte. Ich kann Ihnen bei Interesse den Gesamtsachbericht der AWO zusenden.
Das BMFSFJ veröffentlichte vergangene Woche eine knapp 100 Seiten umfassende Wirkungsanalyse des Patenschaftsprogramms:
Die Wirkungsanalyse bestätigt inhaltlich viele Erfahrungen der AWO, aber ich habe auch den Eindruck das die Wirkungsanalyse einiges zu pauschal betrachtet aufgrund der sehr großen Unterschiede zwischen allen Programmträgern und deren Standorte.
Zu den Unterschieden gehört bspw. das Konzept der Ankommenspatenschaften der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen. (BAGFA). Die BAGFA vereinbarte mit dem BMFSFJ ein Modell niedrigschwelliger Ankommenspatenschaften die nur einige Treffen zwischen Paten/innen und Geflüchteten als verbindlich ansehen. Ich finde diesen Ansatz zwar konzeptionell gut, aber er entspricht nicht den uns vom BMFSFJ kommunizierten Vorgaben und hätte dies gerne früher 2016 erfahren und für die AWO ebenfalls ermöglicht. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes sieht die BAGFA nach einer Evaluation jetzt bestätigt: https://www.bagfa.de/aktuelles/archiv/2017/july/artikel/neue-bagfa-analyse-zu-besonderem-engagementformat-erschienen-ankommenspatenschaften-einsichten-aus-einem-modellprojekt-fuer-gefluechtete-und-einheimische-menschen.html
Und ein Fortbildungshinweis von "Wir sind Paten" / Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.:
„Wir bieten ab dem 13. September 2017 in Düsseldorf einen Grundkurs Gebärdensprache für Paten/Patinnen an. Unser Schulungsraum befindet sich in 5 Minuten Fußweg zum Hauptbahnhof, so dass auch Teilnehmer aus den umliegenden Städten einfach anreisen können. In insgesamt 120 Stunden werden die wichtigsten Grundkenntnisse der Gebärdensprache von einem gehörlosen Referenten vermittelt, der über umfangreiche Erfahrungen verfügt und einen interessanten Unterricht verspricht. Weitere Infos gibt es bei: duesseldorf@wirsindpaten.de“
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Gunnar Wörpel
Referent für Bürgerschaftliches EngagementArbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Abteilung "Verbandsangelegenheiten, Engagementförderung und Zukunft der Bürgergesellschaft"
Tel. +49 30 26309-257
Fax +49 30 2630932257
Email: gunnar.woerpel@awo.org